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Autor: Franz Baldhoff
Datum: 06.03.2013
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Neue modische Trends beim Badeanzug

Jedes Kleidungsstück unterliegt heutzutage einem gewissen Modetrend, so auch der Badeanzug. Im Laufe der Zeit hat es sich etabliert, dass die angesagten Designer entscheiden, was im Schwimmbad oder am Strand getragen wird. Vor gar nicht allzu langer Zeit, ungefähr vor 100 Jahren, durften Männer und Frauen häufig gar nicht gemeinsam baden gehen.

Anfang des 19. Jahrhunderts trugen Frauen in den Badeanstalten noch ihre Unterkleidung. Um das Jahr 1850 wurde letzten Endes der erste Badeanzug hergestellt. Dieser ist jedoch kaum mit jenen von heute gleichzusetzen. Er war äußerst schwer und ähnelte mehr einem Ballkleid. Dies war auch der Grund, warum manche Damen gerettet werden mussten: Ihre Badebekleidung war zu schwer. Sie bestand aus Flanell, Serge oder Perkal und saugte sich entsprechend mit Wasser voll. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen bequemere Modelle auf den Markt. Der Badeanzug wurde auch etwas kürzer. Zur damaligen Zeit war der Badeanzug jedoch nicht nur den Frauen vorbehalten. Auch Männer trugen ihn in den Badeanstalten. Da sie sich zuvor nicht gemeinsam mit Frauen in Badeanstalten aufhalten durften, badeten sie unbekleidet oder in Unterwäsche. Später wurden Badeanzüge aus Trikot für die Männer hergestellt. Diese waren meistens gestreift. In so einigen alten Filmen und Dokumentationen aus dieser Epoche begegnet man oftmals noch dem klassischen Männer-Badeanzug dieser Zeit. Erst in den 30er Jahren verdrängte die Badehose schließlich den Anzug.

Mit Hilfe der australischen Schwimmerin und Schauspielerin Anette Kellermann, wurde der Badeanzug für Frauen optimiert. Die Modelle wurden bequemer und praktischer. Sie verteidigte die Meinung, dass die Bademode mit Rock nur für außerhalb des Wassers geeignet sei. Frauen war es nämlich nicht erlaubt, zu viel Bein zu zeigen. Zum Schwimmen benötigte eine Frau jedoch einen kurzen und eng geschnittenen Badeanzug. Im sogenannten „Zwickelerlass“ wurde exakt geregelt, wie der Badeanzug einer Frau auszusehen hat. Das Schriftstück, in dem der Schnitt der Bademode festgelegt, wurde im Jahr 1932 in Deutschland herausgegeben. Grund dafür war die Befürchtung eines unaufhaltsamen Sittenverfalls. Auch für Männer gab es strenge Vorschriften. Sie mussten wenigstens eine Badehose mit angeschnittenen Beinen tragen. Wenn man sich dazu entschied, ein Familienbad aufzusuchen, galt das Tragen von einem Badeanzug als Voraussetzung für den Einlass in der Badeanstalt.

Heute gibt es für Frauen eine große Vielfältigkeit an Badebekleidung. In den 50er Jahren wurde zum Beispiel der Bikini erfunden. Dieser war revolutionär in der Modebranche. Im Laufe der Zeit wurden immer neue Materialien für die Bademode ausprobiert. Heutzutage sollte der Badeanzug äußerst schnell trocken und chlorresistent sein. Eine neuer Trend sind Solar-Badeanzüge. Trotz des Anzugs kann man damit eine nahtlose Bräune erreichen. Männer tragen heutzutage an und für sich keinen Badeanzug mehr. Jedoch ist im Schwimmsport der Ganzkörper-Badeanzug bei Männern wie bei Frauen üblich. Dieser bedeckt den größten Teil des Körpers und sorgt durch seine sehr enge Form und seine Oberfläche, die die Haut eines Hais imitiert, für einen sehr geringen Widerstand gegen die Strömung. Im Spitzensport werden aber auch bestimmte Regeln festgelegt, an die man sich halten muss. Der Dachverband für Schwimmer hat ganz genau festgesetzt, welche Materialien benutzt werden dürfen.

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