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Autor: Bernhard Heß
Datum: 01.08.2007
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Künstlerische Zeichenmaterialien

Nicht nur der weltbekannte Bleistift ist ein in Kunst und Kunsthandwerk sehr beliebtes Zeichenmaterial, auch Kreide, Kohle, Rötel oder Sepia finden oftmals Verwendung.
Schon in der Antike waren Federn aus Schilfrohr oder Federkiele bekannt. Diese waren aber relativ kompliziert zu handhaben, weil man nicht nur Tinte benötigte, sondern zusätzlich ein Federmesser zum Anschärfen der Spitze. Weiterhin war ein Puder notwendig, mit dem die Tinte getrocknet werden musste.
Die Alternative zur Tinte als Dekoration auf Papyrus und Pergament waren Metallgriffel und Wachstafeln. Auch der Bleigriffel als Vorbereitung von Feder- oder Kreidezeichnungen erfreute sich im 15. und 16. Jahrhundert einer großen Beliebtheit. Im 18. Jahrhundert erfuhr er bei der Miniaturmalerei aufgrund seiner dünnen, hart zeichnenden Spitze eine Wiedergeburt.
Zu den ältesten Zeichenmitteln gehören sicherlich die Silber-, Gold- und Messingstifte, deren eleganter Strich auf vielen Zeichnungen alter Meister bewundert werden kann. Auf glattes Papier wurde eine Knochengrundierung aufgetragen. Der mit einem Silberstift aufgetragene Strich oxidierte sehr schnell und hinterließ eine bräunliche Tönung.
Der Begriff „Bleistift“ leitet sich aus genau dem Material ab, was schon lange nicht mehr in ihm enthalten ist. Eigentlich müsste er als „Grafitstift“ bezeichnet werden, denn er besteht zu großen Teilen aus diesem Material. In der Mitte des 16. Jahrhunderts löste das Grafit das ursprünglich eingesetzte Blei ab, da es leichter verfügbar war und einen viel besseren Strich ergab. Mit der umweltorientierten Denkweise Ende des letzten Jahrhunderts verschwand auch das Blei aus der äußeren Schicht des Bleistifts.
Im Bereich der umweltfreundlichen Materialien zeichnet sich der Bleistift immer wieder aus. In seinem Inneren verbirgt sich eine Mischung aus Grafit, Ton und Wachs, die von Holz umhüllt ist. Buntstifte enthalten neben dem Grafit oft Cellulose und Farbpigmente.
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