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Autor: fosforito
Datum: 09.09.2010
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Die Therapie von ernsten Kniegelenksschäden

Das menschliche Kniegelenk ist nahezu ein kleines Wunderwerk. Es trägt einen Grossteil des Körpergewichtes und trägt massgeblich zur Stabilisierung des Rumpfes beim Stehen und Gehen bei. Hinzu kommt der relativ grosse Bewegungsumfang, den das Kniegelenk sowohl alleine durch Beugung und Streckung, als auch kombiniert mit dem Hüftgelenk bei komplexeren Bewegungsabläufen bewerkstelligt.

Das fortschreitende Alter und auch der Lebensstil des Menschen haben erheblichen Einfluss auf das Leben und Überleben des Kniegelenkes. Die Belastung über Gebühr z.B. durch ein massiv erhöhtes Körpergewicht, die Ausübung von stark gelenkbelastenden Sportarten oder anderen pathologischen Faktoren können zu einer übermässig hohen Abnutzung bzw. dem vorzeitigen Verschleiss der einzelnen Gelenkanteile führen. Die dadurch entstehende Gelenksarthrose ist dann mitunter Hauptindikation für den operativen Einsatz einer Knieendoprothese.

Je nach Diagnose bzw. Zustand des Kniegelenkes werden Prothesen nur an einem bestimmten Teil der im Kniegelenk beteiligten Knochen (Femur und/oder Tibia) angebracht, wie beispielsweise ein unikondylärer und bikondylärer Oberflächenersatz. Ein andere Variante ist die sogenannte Totalendoprothese (TEP), bei der das komplette Kniegelenk ersetzt wird.

Eine Künstliches Kniegelenk Operation erfolgt dabei in Vollnarkose des Patienten. Da bei solchen Eingriffen ein grösserer Blutungsverlust nie ganz vermieden werden kann, kann der Patient vorab des geplanten Operationstermins Eigenblut spenden, welches dann bei Bedarf während der Operation dem Patienten zugeführt werden kann. Alternativ wird in vielen Kliniken ein sogenannter Cellsaver eingesetzt, welches das während der Operation verlorene Patientenblut sammelt und reinigt. Dieses Blut kann dann dem Patienten wieder zugeführt werden und erspart so den Einsatz von Fremdblutkonserven.

Viele Krankenhäuser und auch orthopädische Praxen bieten mittlerweile auch online diverse OP Videos über die verschiedenen Knieprotheseformen und dem Operationsablauf an. Neben dem eingehenden Gespräch mit dem Operateur kann sich der Patient auf diese Weise noch genauere Informationen über die anstehende Operation einholen.
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