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Infos zum Artikel
| Autor: |
Dietrich Beck |
| Datum: |
17.10.2013 |
| Views: |
2370 |
Bewertung
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Bewertung des Artikels Durchschnittlich 2 von 5 bei 11 Bewertung(en) |
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Was kann eine Stammzellentherapie? |
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Was versteht man unter einer Stammzelltherapie?
Behandlungsverfahren, bei denen Stammzellen zum Einsatz kommen, werden als Stammzellentherapien bezeichnet. Diese Behandlungsverfahren werden schon seit Jahren bei Krebserkrankungen, wie zum Beispiel Leukämie, eingesetzt. Bei diesem Verfahren spricht man auch von der Stammzelltransplantation. Bei der Stammzelltransplantation kommen körpereigene Stammzellen oder die Stammzellen eines Spenders zum Einsatz.
US-Wissenschaftlern ist es gelungen, Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, mit einer Immunstammzell-Therapie zu helfen. Die Multiple Sklerose ist eine Autoimmunkrankheit und verläuft in Schüben und Stadien. In einem frühen Stadium der Erkrankung erholen sich Betroffene jedoch wieder voll oder teilweise von Ihren Schüben, die gekennzeichnet sind von Symptomen wie Lähmungserscheinungen, Koordinationsproblemen, Zittern, Müdigkeit und Schwäche, um nur einige zu nennen.
21 Erwachsene zwischen 20 und 53 Jahren, alle an Multipler Sklerose im Anfangsstadium erkrankt, nahmen an einer Studie der Northwestern University in Chicago teil. Im Schnitt waren die Teilnehmer bereits 5 Jahre an Multipler Sklerose erkrankt. Im Rahmen des klinischen Tests mit transplantierten Immunstammzellen wurden die Patienten zunächst mit einer Chemotherapie behandelt. Danach wurden den Studienteilnehmern eigene Immunstammzellen injiziert, um auf diese Art das Immunsystem quasi neu zu starten. Für 81 Prozent der Studienteilnehmer war die Behandlung erfolgreich. Ihr zentrales Nervensystem wurde nicht mehr vom Immunsystem bekämpft. Die teilnehmenden Patienten konnten sich um mindestens einen Punkt verbessern auf einer Skala, die die körperlichen Einschränkungen darstellt. Wichtig bei der Bekämpfung der Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose mit einer Immunstammzelltherapie ist der Behandlungsbeginn im Frühstadium der Erkrankung. In früheren Studien wurden Patienten ebenfalls mit Immunstammzellen behandelt, allerdings in einem Stadium der fortgeschrittenen Multiplen Sklerose. Die Behandlung verlief in diesen Fällen erfolglos.
Eine Stammzellentherapie, der sich zwei HIV-infizierte Männer wegen Blutkrebs unterzogen, führte zu einem interessanten Nebeneffekt. Die Therapie war nicht nur erfolgreich im Kampf gegen die Tumor-Zellen, sondern ließ auch gleichzeitig die Aids-Viren verschwinden. Dr. Timothy Henrich, Forscher der Harvard Medical School, der die beiden Patienten behandelte, warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen. Um den Therapieerfolg endgültig bewerten zu können, muss mindestens ein Jahr abgewartet werden. Weitere Informationen findet man auf der Infoseite über Stammzellentherapie stammzellentherapie.com.
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