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Autor: Elke Lohre
Datum: 25.10.2007
Views: 1521
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Der Fauvismus – Die Entstehung eines Namens

Das Paris um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert pulsierte regelrecht durch das Aufkeimen verschiedenster Zellen einer künstlerischen Avantgarde. Eines der Aufsehenerregendsten Ereignisse war die Ausstellung der Werke dreier junger Künstler beim Pariser Salon des Indépendants im Jahr 1905: Henri Matisse, André Derain und Maurice de Vlaminck zogen das Interesse der Öffentlichkeit auf sich – jedoch nicht etwa, weil ihre Werke Begeisterung auslösten, sondern eher weil sich das Publikum von ihrem neuartigen Malerei irritiert fühlte. Der Kunstkritiker Louis Vauxcelles betitelte die drei Maler in einer Zeitung als fauves, als wilde Tiere, da sie das herrschende Kunstverständnis, das durch die Akademiemalerei zum einen und den Impressionismus zum anderen geprägt war, regelrecht sprengten. Die Motive entstammten alltäglichen Situationen. Doch ihre Porträts, Landschaften, Pariser Stadtszenen und Millieustudien wurden in einer expressiven Farbigkeit umgesetzt, die u.a. in ihrer Expressivität und Dynamik, ihrem Kontrastreichtum und ihrer Loslösung von der naturalistischen Farbigkeit in Frankreich ihres Gleichen suchte. Diese und weitere Charakteristika wurden in einem impulsiven und pastosen Duktus auf den Bildträger aufgetragen, der zumindest den zeitgenössischen Eindruck „wild“ nachvollziehbar macht. Auch wenn sich die durch diesen Namen und weitere Gleichgesinnte manifestierte Künstlergruppe nach bereits zwei Jahren wieder trennte, haben ihre revolutionären Auffassungen von Malerei doch nachhaltig das Kunstgeschehen nachfolgender Generationen geprägt. Ihre Gemälde haben längst den Status von Meisterwerken erlangt und sind aus der Kunstgeschichte und einem Kunstverständnis nicht mehr wegzudenken. Aufgrund der kraftvollen und dynamischen Farbigkeit fauvistischer Gemälde, bieten sich ihre als Kunstdrucke gefertigten Reproduktionen an, mit einer Vielfalt verschiedener Bilderrahmen zu experimentieren und ihre Dynamik so auf die ein oder andere Art zu unterstreichen.

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