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Infos zum Artikel
| Autor: |
Harald Schendera |
| Datum: |
26.03.2013 |
| Views: |
6800 |
Bewertung
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Bewertung des Artikels Durchschnittlich 2 von 5 bei 11 Bewertung(en) |
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Rigo System Chêneau (RSC) - Ein Skoliosekorsett, d |
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Die Korsettversorgung von Patienten mit Skoliose ist eine verantwortungsvolle Aufgabe für einen spezialisierten Orthopäden und Orthopädietechniker. Ein gut angepasstes Korsett kann verhindern, dass sich der Rumpf weiter verformt. Besonders bei Kindern udn Jugendlichen, die sich noch im Wachstum befinden, kann man deutliche optisch sichtbare Verbesserungen erzielen. Solche Verbesserungen lassen sich allerdings nur dann erzielen, wenn der dreidimensionalen Verformung des Rumpfes bei einer Skoliose in optimaler Weise Rechnung getragen wird. Im Weiteren die wichtigsten Kriterien, die bei einem Skoliosekorsett zu berücksichtigen sind.
Für die Behandlung mit Rumpforthesaen (Korsetten) gibt es verschiedene Herangehensweisen, deren Erfolg sehr unterschiedlich ist. Es ist nicht leicht, ein erfahrenes Behandlungsteam zur Anpassung eines Korsetts zu finden und damit einen optimalen Behandlungserfolg zu gewährleisten. Besonders gute Erfolge erzielten bisher Behandlungsteams, die neben einem bestmöglichen Korrektureffekt im Röntgenbild auch Wert auf eine entsprechende Schulung der Patienten legen, sodass die Patienten das Korsett ganztags tragen können. Was in der Röntgenaufnahme ganz gut aussah, brachte jedoch nicht immer die erhofften guten Ergebnisse. Zwar war laut Röntgenbild die Krümmung nach Behandlungsabschluss deutlich korrigiert, jedoch war beim Patienten häufig noch ein Rippenbuckel zu erkennen. Bei manchen Korsetten zeigte sich sogar ein unerwünschter und stocksteifer Flachrücken. Um dies zu vermeiden, darf man sich nicht allein auf eine Röntgenaufnahme verlassen, da mittels Röntgen nur zweidimensionale Abbildungen der Wirbelsäule erzeugt werden können. Fakt ist, dass in der Vergangenheit großes Augenmerk auf die Röntgendiagnostik gelegt wurde mit dem Ergebnis, dass es bei einer nichtoperativen (konservativen) Behandlung der Skoliose regelmäßig zur Entstehung eines Flachrückens kam. So entsteht ein Flachrücken nicht nur im Ergebnis einer Behandlung mit dem sogenannten Bostonkorsett. Auch deutsche Behandlungskonzepte, die aus der Chêneau-Korsettversorgung entwickelt wurden, verursachen diese funktionelle Störung. Trotzdem erscheint in diesen Fällen die Verformung der Wirbelsäule im zweidimensionalen Röntgenbild korrigiert.
Nun kann es aber nicht das Ziel einer Behandlung sein, im Röntgenbild einen scheinbaren Therapieerfolg zu dokumentieren und als Nebeneffekt eine neue Fehlstellung in Kauf zu nehmen. Das hat Dr. Manuel Rigo aus Barcelona zu weiteren Forschungen bewogen. Rigo verbesserte das Chêneau-Korsett, das der Franzose Dr. Jacques Chêneau 1978 erfunden hatte. Heraus kam das Rigo System Chêneau (RSC), eine Weiterentwicklung der Original Chêneau-Korsettversorgung. Das Wesentliche des neuen Systems ist, dass fünfzehn unterschiedliche Krümmungsmuster berücksichtigt werden. Anders als bei den Vorläufermodellen, können nun Korsette gebaut werden, die auch die Verdrehung um die Längsachse des Körpers korrigieren. Der Diplom Orthopädietechnikermeister Dino Gallo hat eine 20-jährige Berufserfahrung, insbesondere in der Kinderorthopädie. Er ist Geschäftsführer von Ortholutions. Das Unternehmen mit Sitz in Oberbayern stellt Skoliosekorsette nach dem Rigo System Chêneau her.
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