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Autor: Redaktion Contendia
Datum: 17.09.2007
Views: 1219
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WM Kult 2006: Fanmeile und Public Viewing

Fanmeile und Public Viewing waren zwei der herausragenden Schlagworte der Fußball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. „Fanmeile“ brachte es gar zum Titel: „Wort des Jahres“ 2006! Die ursprüngliche Idee hinter der Installation von Fanmeilen und kostenlosem Public Viewing war jene, den Mangel an Eintrittskarten für die Stadien zu kompensieren. Und plötzlich war ganz Deutschland ein Stadion.
Hunderttausende begeisterter Fans verschiedenster Nationen belebten jene öffentlichen Plätze, die zu Fanmeilen erkoren wurden und lieferten einen wesentlichen Beitrag zur Bühnenkulisse des „Sommermärchens“. Dort wurde dann zum Public Viewing gebeten. Mittels Großleinwand wurden die Spiele auf den Fanmeilen präsentiert und die Stadionstimmung sprang wie ein Funke auf die versammelten Fans über.
Die größte Fanmeile war in Berlin und erstreckte sich vom Brandenburger Tor bis hin zur Siegessäule. Sie lockte während der ganzen WM insgesamt über 9 Millionen Fans aus aller Welt! Ursprünglich wollte man die Berliner Fanmeile am Spreebogen einrichten. Allerdings hätten dort gerade mal 15000 Leute Platz gefunden. Unter diesen Bedingungen wäre die Marke von 9 Millionen Besuchern wohl kaum zu erreichen gewesen. So hat man sich letztlich, im Rahmen der Planung vor der WM, dann doch für das Brandenburger Tor als Kulisse entschieden.
Eine Entscheidung, die auch ganz im Sinne der Polizei war. Im Falle einer, wie auch immer gearteten, Massenpanik hätte man von der Fanmeile problemlos in den angrenzenden Tiergarten fliehen können. Öffentlichkeit, Überschaubarkeit und Zugänglichkeit waren die Sicherheitskriterien, die an Fanmeilen gestellt wurden. Allem voran deshalb, weil man bei einer solchen Sport Großveranstaltung leider mit Ausschreitungen rechnen musste. Letzten Endes waren solche Vorkommnisse dann glücklicherweise doch eher selten, und konnten die Euphorie daher nicht trüben. So ging es beim Public Viewing, von wenigen unschönen Ausnahmen abgesehen, friedlich zu.
Sollte in den USA mal wieder eine Weltmeisterschaft ausgetragen werden, wäre es jedoch ratsam, nicht nach dem nächstgelegenen Public Viewing zu fragen! Man würde sich nämlich zur öffentlichen Aufbahrung eines kürzlich Verstorbenen einfinden. Die wäre dann zwar auch live, aber nicht so spannend wie Fußball und die Fangesänge müsste man sich auch verkneifen.

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