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Autor: Peter Horst
Datum: 15.01.2012
Views: 758
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Diagnose der Histaminintoleranz

Die Histaminintoleranz wird immer häufiger als Diagnose gestellt und meint die Unverträglichkeit von Histamin, das über die Nahrung aufgenommen wird. Die Substanz Histamin zählt zu einer gewissen chemischen Klasse mit Namen biogene Amine, ist ein Botenstoff und befindet sich in zahlreichen Nahrungsmitteln. Ursachen für eine Intoleranz von dieser Substanz sind meistens ein Defizit an histaminabbauenden Enzymen, zum Beispiel die DAO oder die HNMT. Symptome sind in aller Regel Diarrhö, Blähungen, Darmverstopfung, nicht zu erklärende Erschöpfung, Ausschläge, Kopfschmerz, Migräne, Halsschmerzen, Atemschwierigkeiten und Bluthochdruck und Herzklopfen. In der Regel tritt bloß einige jener Symptome auf. Als Produkt von bakteriell fermentierten Esswaren, beinhalten zahlreiche Waren aus dem Einkaufsladen diverse Mengen an Histamin. Vornehmlich Hartkäse, roter Wein, Gerstensaft, Backhefe, Sauerkraut wie auch eingelegte Gemüsesorten enthalten allerhand von dieser Aminosäure. Weil die Krankheit lediglich bei circa einem Prozent der Bevölkerung in Europa auftritt, sind sogar eine Menge Mediziner nicht allzu vertraut mit der Histaminintoleranz und können die Symptome schlecht deuten. Meistens sind es auf Unverträglichkeiten spezialisierte Ärzte, welche sich auf dem Gebiet der Intoleranzen am besten auskennen und auch eine Diagnose stellen können. Bei Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit, zumeist Frauen mittleren Alters, wird Histamin in aller Regel nur verspätet abgebaut und sammelt sich im Körper an, was in Folge zu allergieähnlichen Symptomen führen kann. Sie ist dennoch in keiner Weise als Allergie zu kategorisieren. Eine Krankheitserkennung einer gestaltet sich mühsam. Anfänglich sollte die präzise Untersuchung der Krankheitsgeschichte erfolgen. Hierbei sollte logischerweise darauf geachtet werden, ob sonstige Erkrankungen für die Beschwerden zuständig sein können. Über einen Test auf Allergien können darüber hinaus weitere Allergien gegen Nahrungsmittel ausgeschlossen werden. Mit einem Bluttest kann man die Blutspiegel von Histamin, DAO und Vitamin B6 bestimmen. Es handelt sich hier aber nicht um ein standardisiertes Testverfahren, sodass die Ergebnisse lediglich als Anhaltspunkte gesehen werden sollten und zur Sicherheit zuerst eine histaminfreie Diät, in der auf alle histaminhaltigen Lebensmittel verzichtet wird, durchgeführt werden sollte. Nach vier Wochen wird ein Belastungstest gemacht und geschaut, ob die Symptome zurück kommen.

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