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Autor: Evi Werner
Datum: 04.09.2010
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Schneeschuhwandern ist Winterfreude pur

Gesichert ist, dass Schneeschuhe seit sehr langer Zeit in Skandinavien Benutzung fanden. Es wird angenommen, dass die Völker, die nach Skandinavien wanderten und Schneeschuhe mitbrachten, deren Äußeres sich im Laufe der Jahrhunderte weitgehend verhinderte. Aus Schneeschuhen entwickelten sich so Skier, die sicherlich den Bedingungen der in dieser Region vorherrschenden Geländeverhältnisse optimaler entsprachen. Zu denken ist hier besonders an die Überwindung großer Distanzen sowie die Beförderung von Lasten.

Die Ansprüche, die die einzelnen amerikanische Ureinwohner an ihre Fortbewegungsmittel hatten, waren ebenso verschieden wie die geographischen Bedingungen. Viele zogen auch während des Winters über weite Entfernungen, um ausreichend Nahrungsmitteln zu beschaffen. Andere Indianervölker hatten im Gegensatz dazu während der Wintermonate einen geringeren Bedarf, über weite Strecken auf Nahrungssuche zu gehen. In manchen Gebieten war die Schneedecke wenig hoch und der Schnee vergleichsweise hart, in anderen war der Schneebelag im Gegensatz dazu vergleichsweise hoch und der Schnee stark pulvrig. Einige Indianer hielten sich in Regionen auf, wo nahezu während des gesamten Jahres Schnee lag, im Vergleich dazu andere Völker nur in wenigen Monaten des Winters überhaupt Bedarf für Schneeschuhe hatten.

Die in vielen Regionen Nordamerikas bei den weißen Zuwanderern vom Siebzehnten Jahrhundert an am häufigsten verwendete Form von Schneeschuhen hatten ein tropfenförmiges Design. Dieses Fortbewegungsmittel gab es in in einer Reihe verschiedener Varianten, die sich nicht nur in ihrem Design sondern auch in ihrer Länge unterschieden. Zumeist waren Schneeschuhe 1,0 Meter oder bis zu 150 Zentimeter lang. Sie waren vorne relativ breit und wurden nach hinten immer schmäler und hatten zum Teil ein spitzes Ende. Diese an einen beim Tennis verwendeten Schläger erinnernde Form ist sicherlich der Grund, wieso auf Französisch Schneeschuhe als „Raquette de Neige“, auf Deutsch als „Schneeschläger“ bezeichnet.


Das althergebrachte Design Form von Schneeschuhen erfreut sich vor allem zur Ausschmückung in Hütten und Landhäusern in Bergen besonderer Beliebtheit. Aus diesem Grund fertigt man diese traditionelle Form noch immer: Gefertigt in der Regel aus einem Ast der Weissesche, den man biegt und dessen Enden zusammengebunden werden. In diesen Rahmen fügt man eine Querstrebe ein und eine Trittfläche aus Rentier-Leder einbaut, in der sich Fixierungen für Schuhe befinden.

Schneeschuhe aus Leichtmetall und Polymere anstelle von Hölzern und Leder sind nicht zuletzt belastbarer. Sie sind unkompliziert und damit günstig herzustellen und haben noch einen weiteren, sehr wichtigen Vorzug: Sie sind leichter als die althergebrachten Modelle. Außerdem nutzen sich Schneeschuhe aus neuen Werkstoffen nicht so schnell ab, wie traditionelle Modelle. Moderne Schneeschuhe bedürfen auch keiner besonderen Wartung. Ein simples Reinigen genügt völlig, während Leder einer besonderen Pflege bedarf.

Für Langläufer und Jogger, die auch im Winter laufen wollen und keine geräumten Wege in ihrer Umgebung haben, gibt es spezielle Schneeschuhe für Jogger, die manchmal auch als Aerobic- oder Running-Schneeschuhe bekannt sind. Nicht wenige Läufer nutzen aber auch die Wintermonate, um in der freien Natur, über Äcker, Wiesen und durch den Wald mit solch einer Ausrüstung laufen zu können. Derartige Modelle haben nur wenige Firmen im Angebot. Der Grund hierfür ist, daß derartige Schneeschuhe selten gekauft werden.
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