Artikel veröffentlichen Meistgelesene Artikel Bestbewertete Artikel Artikel abonnieren

Infos zum Artikel
Autor: Daniel Münstermann
Datum: 21.09.2010
Views: 2190
Bewertung
Bisher nicht bewertet
Bewertung des Artikels
Durchschnittlich 0 von 5
bei 0 Bewertung(en)

Der Bodengrund im Aquarium

Der Bodengrund ist ein wichtiger Faktor für ein gut funktionierendes Aquarium. Er gibt dem Aquarium ein natürlicheres Aussehen und ist für ein gutes Pflanzenwachstum im Aquarium besonders wichtig. Er dient einigen Fischarten als Laichsubstrat oder auch als Wühlgrund (z.B. Welse). Es werden mittlerweile sehr viele verschiedene Aquariumkies-Sorten im Handel angeboten. Doch nicht jeder Aquariumkies ist wirklich für den Einsatz im Aquarium geeignet. Nachfolgend erfährst Du, welche Eigenschaften ein guter Aquariumkies haben sollte.


Die Körnung vom Aquariumkies

Ich persönlich bevorzuge den Aquariumkies in der 2-4 mm Körnung, weil ich mit diesem Kies die besten Erfahrungen gemacht habe. Außerdem wird dieser Kies im Handel sehr preisgünstig angeboten.

Feinerer Sand ist ungeeignet, weil darin das Wasser nicht mehr durch den Boden zirkulieren (oder besser gesagt: diffundieren) kann. Auch der mit der Zeit anfallende Mulm verstopft die feinkörnigen Sandböden noch zusätzlich. Eine Durchlüftung des Bodengrundes ist aber für die im Boden lebenden Bakterien sehr wichtig. Ohne Durchlüftung des Aquariumkies sind die "guten" Boden-Bakterien nicht überlebensfähig. Auch die Wurzeln der Pflanzen mögen es lieber, wenn das Aquariumwasser relativ frei durch den Aquariumkies zirkulieren kann. Dadurch werden fortlaufend Nährstoffe an die Wurzeln der Pflanzen transportiert, die sonst nicht dorthin gelangen würden.

Der Aquariumkies darf aber auch nicht zu grobkönig (> 8 mm) sein. Viele Pflanzen haben sehr feine Wurzeln. Diese können sich sich in einem zu grobkörnigen Aquariumkies nicht richtig verankern und treiben so sehr schnell an die Wasseroberfläche.

Die Beschaffenheit vom Aquariumkies

Der Aquariumkies sollte sauber und frei von Schwebstoffen jeglicher Art sein. Auch original-verpackten Aquariumkies solltest Du vorher gründlich wässern und durchspülen. Das abfließende Wasser sollte relativ klar sein, bevor Du den Kies in das Aquarium füllst.

Der Aquariumkies sollte auf gar keinen Fall scharfkantig sein. Welse oder andere gründelnde Boden-Fische könnten sich darin schnell verletzen. Auch sehr hellen Aquariumkies solltest Du vermeiden. Er reflektiert das einfallende Licht sehr stark und stört so das Wohlbefinden einiger Fischarten (z.B. die Roten Neon). Das heißt jetzt aber nicht, dass der Aquariumkies unbedingt schwarz sein sollte. Es werden reichlich Natur-Kies-Sorten angeboten, die aus verschiedenfarbigen Kieseln bestehen. Die Mischung macht's.

Härtebildner im Aquariumkies

Manche Fische und Pflanzen benötigen sehr weiches Wasser. Für sie muss der Aquariumkies unbedingt frei von Härtebildnern (Kalk) sein. Auch Schneckenhäuser oder Muschelschalen müssen aus dem Aquariumkies aussortiert werden. Denn der darin enthaltene Kalk würde selbst in kleinsten Mengen das Aquarium-Wasser mit der Zeit wieder aufhärten. Am besten schaust Du dir die Produktbeschreibung vom Aquariumkies genau an, denn es wird auch Kies angeboten, der leicht kalkhaltig ist. Diese kalkhaltigen Kies-Sorten würde ich auf keinen Fall für das Aquarium verwenden.

Wenn Du dir nicht ganz sicher bist, kannst Du mit einem Test feststellen, ob der Aquarium-Kies Kalk enthält. Dazu tropft man technische Salzsäure (33-prozentig, in der Apotheke erhältlich) ganz vorsichtig auf den Aquariumkies. Wenn es dabei aufschäumt, ist der Aquariumkies kalkhaltig und sollte für ein Weichwasser-Aquarium nicht verwendet werden. Aber Achtung: Beim Umgang mit der technischen Salzsäure ist äußerste Vorsicht geboten. Auch die 33-prozentige Salzsäure ist noch stark ätzend!


Sind Depot-Nährstoffböden sinnvoll?

Ich persönlich verwende diese Nährböden nicht in meinen Aquarien. In meinen Becken befindet sich ausschließlich glatt gewaschener Aquariumkies. Denn man muss über Wasserpflanzen wissen, dass nur relativ wenige Wasserpflanzen den größten Teil ihrer Nährstoffe über die Wurzeln aufnehmen. Die meisten echten Wasserpflanzen nehmen die Nährstoffe in gelöster Form direkt aus dem Wasser auf. Diese Pflanzen sind dazu mit sogenannten Hydropoten ("Wassertrinkern") ausgestattet. Diese befinden sich an den Blättern. Andere Pflanzenarten besitzen kleine Spaltöffnungen an ihren Blättern. Über diese nehmen sie das nötige CO2 und andere Nährstoffe in gelöster Form auf. All diesen Wasserpflanzen dient der Aquariumkies überwiegend nur als fester Halt für ihre Wurzeln.

Bei Wasserpflanzen, die den Haupteil ihrer Nährstoffe über die Wurzeln beziehen, drücke ich sogenannte Düngekugeln direkt in den Wurzelbereich der Pflanze. Auch diese Düngekugeln besitzen eine langfristige Depot-Wirkung indem sie den enthaltenen Dünger nur nach und nach an die Wurzeln der Aquarium-Pflanzen abgeben. Auf diese Weise können bedürftige Wasserpflanzen ganz gezielt gedüngt werden.

Weitere Infos zum Thema Aquaristik findest Du auf meinen Websites:

- Infos und Tipps zum Nano-Aquarium

- Das Eckaquarium - Ideal für leerstehende Ecken
.

Top 5 Meistgelesen







 

Top 5 Bestbewertet










Copyright © 2006-2024 - stgp.org  |  Impressum | Datenschutz