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Autor: Vanessa Duesmann
Datum: 01.02.2009
Views: 4619
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Angorakaninchen und Angora Wolle

Ein Angorakaninchen fällt besonders durch sein etwas seltsames Aussehen auf. Es besitzt statt einem normalen glatt anliegenden Fell eine watteartige Wolle mit Büscheln an den Ohren und der Stirn und ein Bart an den Backen.
Das Angorakaninchen ist eine Langhaarkaninchenrasse, die speziell dafür gezüchtet wurde, um Angora Wolle zu produzieren. Diese Kaninchen liefern dem Halter im dreimonatigen Rhythmus Angora Wolle und später Fleisch und Fell. Sie sind also sehr wirtschaftlich. Das Ziel der Zucht dieser Rasse ist vorrangig eine sehr feine Angora Wolle, die Wasser abweist und gute Isolationseigenschaften besitzt, außerdem sollen die Tiere fruchtbar sein und leicht zu mästen. Die Qualität der Wolle hängt von den Erbanlagen des Kaninchens, den Haltungsbedingungen und der Fütterung ab. Sie sollte viele weiche Flaumhaare und wenige harte Grannenhaare enthalten. Ein Angorakaninchen sollte mindestens 2,5 Kilogramm wiegen, besser jedoch zwischen 3,5 und 5 Kilogramm. Die Angora Wolle hat bei den allermeisten Kaninchen die Farbe Weiß, es werden aber auch Tiere gezüchtet die eine schwarze oder braune einfarbige Wolle aufweisen. Diese Kaninchenrasse muss alle drei Monate geschoren werden, wenn das Fell ca. sechs Zentimeter Länge erreicht hat, da das Tier sich sonst überhitzt. Ein Kaninchen kann innerhalb eines Jahres etwa ein bis zwei Kilogramm Angora Wolle produzieren. Zur Schur gehören sehr viel Geschick, Einfühlungsvermögen und Geduld, denn sie dauert, vor allem am Anfang, sehr lange. Bevor man mit der Schur beginnt, wird die Angora Wolle durchgebürstet und gekämmt und kleine Verfilzungen und Verschmutzungen entfernt. Dann wird das Kaninchen auf einen kleinen Tisch gesetzt auf dem es nicht viel Bewegungsfreiheit hat, damit es nicht herumspringt. Der Tisch sollte mit einem festen Stoff oder Tuch bespannt sein, damit das Angorakaninchen nicht herunterrutschen kann. Nun kann man mit einer Schere oder einer Schermaschine die Angora Wolle scheren. Danach wird die Wolle in verschiedene Qualitätsstufen sortiert und zur Wollabnahmestelle gebracht.
Die so gewonnene Angora Wolle eignet sich dazu, sie zu einem Streichgarn zu spinnen. Da Angora Wolle jedoch keine besondere Reißfestigkeit besitzt, wird meistens noch die Wolle von anderen Tieren hinzugefügt. Aus dem gesponnenen Garn werden Kleidungsstücke gefertigt, die eine gute Hautverträglichkeit und eine Heilwirkung bei Rheuma und Gelenkschmerzen aufweisen.
Mehr zum Thema Angorakaninchen finden Sie auch auf unserem Kaninchen-Portal.

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