Artikel veröffentlichen Meistgelesene Artikel Bestbewertete Artikel Artikel abonnieren

Infos zum Artikel
Autor: Aktion Holz
Datum: 05.11.2013
Views: 1023
Bewertung
Bisher nicht bewertet
Bewertung des Artikels
Durchschnittlich 0 von 5
bei 0 Bewertung(en)

Holzpellets und Hackschnitzel

Das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung steigt, daher wollen viele Menschen auf erneuerbare Energiequellen wechseln. Für Hausbesitzer stellt Holz die klassischste aller erneuerbaren Wärmequellen dar. Das Heizen mit Holz ist eine kostengünstige und gleichzeitig angenehme Art und Weise, für Wärme im Eigenheim zu sorgen, und im Gegensatz zu anderen fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Kohle oder Propan handelt es sich bei Holz um einen komplett erneuerbaren Rohstoff. Groß im Kommen sind zwei relativ neue Biomassebrennstoffe aus Holz: Holzpellets und Holzhackschnitzel.

Holzpellets

Pellets sind aus Sägemehl oder Hobelspänen geformte Holzpresslinge, die in Deutschland seit rund fünfzehn Jahren als Brennstoff freigegeben sind. In erster Linie werden Pellets von Sägewerken und Hobelwerken hergestellt, die als Rohstoff Restholz verwenden, ein Abfallprodukt bei der Produktion von Konstruktions- und Bauholz. Hierbei handelt es sich ausschließlich um naturbelassenes Holz, das unter hohem Druck zu einem ein bis fünf Zentimeter langen und vier bis zehn Millimeter dicken Pellet-Stäbchen gepresst wird. Durch die bei der Pressung entstehende Wärme lassen die im Holz enthaltenen Stoffe Harz und Lignin die Hobelspäne und das Sägemehl fest zusammenkleben. Als weiteres Bindemittel sind lediglich natürliche Zusatzstoffe wie etwa Stärke erlaubt, und das auch nur zu ein Anteil von maximal zwei Prozent.

Holzhackschnitzel

Hackschnitzel sind zerkleinerte Holzteile, die die holzverarbeitende Industrie und die Forstwirtschaft als Biomassebrennstoff erzeugt. Holzschnitzel stammen aus Wald-, Alt- und Restholz und werden durch den Einsatz spezieller Maschinen gehackt, zerschnitten oder zerschreddert. Die Größe des Hackguts reicht von 2,8 bis 100 Millimeter. In Privathaushalten werden vor allem die kleineren Holzschnitzel mit maximal 30 Millimeter Durchmesser verwendet. Auch wenn Hackschnitzel in verschiedenen Größen erhältlich werden, unterliegen sie doch bestimmten Regelungen der Europäischen Union. Diese Regelungen sehen gewisse Werte bei der der Korngrößenverteilung und der Schüttraumdichte vor. Darüber hinaus legen sie den Gehalt an Chlor, Stickstoff, Asche und Wasser fest. Dadurch wird der Heizwert des Hackschnitzels bestimmt. So ist gewährleistet, dass der Verbraucher stets ein Produkt erhält, dessen Energieeffizienz konstant ist.

CO2-Werte und Fördermöglichkeiten vom Staat

Neben der ästhetischen Schönheit und den niedrigen Kosten bei der Holzverbrennung zur Wärmeerzeugung ist da noch die Genugtuung, geringere Auswirkungen auf die Umwelt herbeizuführen als bei der Verwendung von beispielsweise Erdöl als Wärmequelle. Moderne, schadstoffarme Holzöfen verbrennen das Holz, ohne dabei große Mengen an Emissionen freizusetzen. Dies ist vielen Menschen ein großes Anliegen, vor allem wenn sie in Tälern wohnen, in denen die Luftschadstoffe nicht so einfach abziehen können. Überhaupt ist das Abbrennen von Holz keineswegs die von den meisten Menschen irrtümlich angenommene heimtückische Gefahr für die Umwelt. Ganz im Gegenteil: Holz als Brennstoff ist vollständig klimaneutral. Wenn ein Baum sich auf natürliche Weise zersetzt, werden die gleichen Mengen an Kohlenstoffgasen freigesetzt wie bei einer Verbrennung zur Wärmeerzeugung, was eine absolut ausgeglichene CO2-Bilanz bedeutet. Dies sieht auch die Bundesregierung so, die den Anteil an erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung innerhalb der nächsten sieben Jahre auf mindestens 14 Prozent erhöhen möchte und daher die Anschaffung von Pelletsheizungen und Hackschnitzelheizungen staatlich fördert. So wird der Kauf einer Biomasseheizanlage für den Privathaushalt mit bis zu 2900 Euro bezuschusst. Nähere Informationen gibt es unter http://www.aktion-holz.de.

Top 5 Meistgelesen







 

Top 5 Bestbewertet










Copyright © 2006-2018 - stgp.org  |  Impressum | Datenschutz