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Autor: Stefan Bilharz
Datum: 16.09.2013
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Baumpflege in München im Kontext des Rechts

Umfassendes Baumrecht regelt Schutz der Bäume

Grün in den Städten liegt im Trend. Bäume sind Lebensraum für Tiere, produzieren Sauerstoff und bieten Schatten an heißen Tagen. Doch all das Wissen über die positiven Wirkungen von Bäumen, Sträuchern und Hecken geraten in Vergessenheit, wenn Berge von Laub in die Vorgärten wehen, Stare und Elstern in den Baumkronen brüten oder Eicheln und Kastanien Autos beschädigen. So wundert es nicht, dass im Laufe der Zeit ein umfangreiches Baumrecht entstanden ist, um Bäume und all die Lebewesen, die auf sie angewiesen sind, zu schützen. Die rechtlichen Regelungen schlagen sich auch in der Baumpflege in München nieder.

Baumschutz im Recht

Grundlegendes Baumrecht ist in § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes formuliert. Danach ist es verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, zwischen 1. März und 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Darunter fallen im städtischen Bereich kurz umrissen all jene Bäume, die als Alleen oder Baumreihen Straßen säumen, auf Sportplätzen, entlang von Straßengräben und Parks stehen oder parkartige Bestände in Wohnanlagen bilden. Zulässig sind während dieses Zeitraumes ausschließlich schonende Form- und Pflegeschnitte, die den Zuwachs beseitigen oder der Gesunderhaltung der Bäume dienen. Kappungen von Baumkronen und drastische Pflegeschnitte sind somit zwischen dem 1. März und 30.September als Baumpflege in München unzulässig. Aber auch für gärtnerisch genutzte Grünflächen gelten gesetzliche Vorgaben, die das Baumrecht um spezielle Artenschutzbelange erweitern. Der besondere Artenschutz verbietet das Fällen von Bäumen, in denen sich Lebensstätten wild lebender Tiere befinden.

Ausnahmen gelten nur für bestimmte Fälle

Unter bestimmten Umständen gelten allerdings die genannten Verbote nicht. Ordnet die Behörde das Fällen an, wird die Maßnahme im öffentlichen Interesse durchgeführt, dient sie der Gewährleistung der Verkehrssicherheit oder ist das Beseitigen von Bäumen im Zuge eines zulässigen Bauvorhabens notwendig und wird dabei nur geringfügiger Gehölzbestand beseitigt, fallen das Beseitigen von Bäumen nicht unter die genannten Verbote.

Begutachtung durch Fachmann

Befinden sich Lebensstätten wild lebender Tiere wie beispielsweise Nester von Vögeln oder Bruthöhlen im Baum, ist ein differenziertes Vorgehen geboten, da nicht auszuschließen ist, dass nach der Brutzeit Spalten und Höhen von überwinternden Fledermäusen genutzt werden. Hier sollte bei der Baumpflege in München ein Fachmann die Situation begutachten.

Verordnung regelt erweiterten Schutz in München

Das Baumrecht in München wird durch eine Baumschutzverordnung erweitert. Diese Verordnung schützt alle Laub- und Nadelbäume (ausgenommen sind Obstgehölze) mit einem Stammumfang von 80 cm und mehr und mehrstämmige Bäume, wenn ein Stamm mindestens 40 cm umfasst und die Summe aller Stämme 80 cm ergibt sowie alle Ersatzbäume, die als Ausgleich für gefällte Bäume gepflanzt wurden. Auf Antrag entscheidet die Untere Naturschutzbehörde, ob das Fällen oder die Baumpflege in München gestattet ist.

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