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Autor: Oliver Sünwoldt
Datum: 03.04.2013
Views: 4270
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PKV: DKV und AXA erhöhen Beiträge zum 01.04.

In der Regel werden die Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) zum 01. Januar bekannt gegeben. Allerdings ist dies kein Gesetz und so wurden nun die Versicherten der DKV und der AXA mit Beitragserhöhungen zum 01. April 2013 überrascht. Dies führte nun zur Kritik an den Unternehmen, denen eine Verzögerungstaktik und zwanghafte Kundenbindung vorgeworfen wird.


Erhöhung der PKV Beiträge - Was nun?

Versicherte, die die Benachrichtigung über eine Anpassung ihrer PKV Beiträge bekommen, haben ab diesem Zeitpunkt ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat. Es steht ihnen dann frei, den Anbieter oder nur den Tarif innerhalb der Gesellschaft zu wechseln.

Geht man zu einem anderen privaten Krankenversicherer, muss man allerdings mit einem Verlust seiner Altersrückstellungen rechnen. Der Anbieterwechsel lohnt sich daher nur für Versicherte mit einer Mitgliedschaft von unter vier Jahren.

Die bessere Variante ist da schon der Tarifwechsel. Hier können die Versicherungsnehmer ihre Altersrückstellungen mitnehmen und der Wechsel von einem Bisex-Tarif zum anderen ist immer noch möglich.


Beitragsanpassung in der DKV

In der privaten Krankenversicherung sind etwa 900.000 Personen versichert. Ab April sind Beiträge dieser Mitglieder durchschnittlich um etwa 4,5 Prozent höher. In manchen Fällen kommt es zu Steigerungen von bis zu 25 Prozent. Betroffen sind unter anderem auch die relativ beliebten Tarife „BestMed BM3“ und „BestMed BM50“. Die DKV erklärte die Anpassungen mit der gestiegenen Anzahl eingereichter Leistungsabrechnungen.


Beitragserhöhung der PKV bei der AXA

Anpassungen der AXA gab es für Männer in den Tarifen „ECO4800“, „VAIP-2-N“ und „ZB25“ und für Frauen im „ECORA1300“ und „ECO2600“-Tarif. Für Männer und Frauen wurde die PKV Beiträge in den Tarifen „BEA Plus“ und „BEA-N“ angepasst, für Kinder in der Tarifen „VA100-2“ und „ZA25“.

Mehr dazu unter: http://www.private-krankenkassen.org/pkv-beitragsanpassung-2013-axa


AXA und DKV in der Kritik

Die beiden privaten Krankenversicherungen stehen nun allerdings in der Kritik. Ihnen wird vorgeworfen, die Beitragsanpassungen ihrer PKV hinausgezögert zu haben, um ihre Mitglieder an sich zu binden. Die Kritiker sehen darin eine Verzögerungstaktik, die den Privatversicherten den Wechsel in eine andere PKV erschweren sollte. Begründet wird dies mit den gestiegenen Beiträgen aufgrund der Unisex-Umstellung.

Es gibt aber auch Gegenstimmen, die diese Anschuldigungen relativieren. Denn wie bereits erwähnt lohnt sich ein Anbieterwechsel in vielen Fällen nicht. Die Anzahl derer, für die ein Wechsel sinnvoll gewesen wäre, ist also eher klein und in einen anderen Bisex-Tarif kommt man immer noch rein.

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