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Infos zum Artikel
Autor: Ulf Pieconka
Datum: 01.04.2013
Views: 1342
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Fotoshootings bezahlen oder auf TFP-Basis machen?

Fotoshootings werden immer beliebter. Früher leisteten sich nur wenige professionelle Fotos von sich beim Fotografen. Inzwischen bietet eine kaum überschaubare Zahl von Fotografen, Fotodesignern, Fotostudios (einschließlich "Billigketten"), Hobbyfotografen und Knipsern Fotoshootings für jedermann an. Teilweise werden Shootings sogar kostenlos auf sogenannter TFP-Basis angeboten. Was bedeutet dieses TFP eigentlich? TFP steht für Time For Prints, was man in der heutigen Zeit eher mit time for CD/DVD beschreiben muß. Zeit für Bilder? Hier stellt sich der Kunde/das Model dem Fotografen zur Verfügung und erhält für den Zeitaufwand bzw. die Leistung einige (bearbeitete) Fotos als Honorar, also die Fotos "gratis".

Der Fotograf macht die Fotos und bearbeitet oft auch einige. An den Bildern haben Fotograf und Model dann in der Regel nicht kommerzielle Nutzungsrechte. Das Model und der Fotograf dürfen dann also, um jeweils für sich selbst zu werben, die Fotos nutzen, nicht aber gewerblich z.B. an Dritte weitergeben oder verkaufen. Die vertraglichen Gestaltungen sind hierzu oft sehr unterschiedlich und sind immer sorgfältig zu prüfen. Es gibt seriöse und auch sehr zweifelhafte Angebote. Neben dem Vertrag selbst, sollte man auch immer den Fotografen näher auf Seriösität testen.

Es ist also immer Voraussetzung für die "kostenlosen" Fotos auf TFP-Basis, daß Ihre Bilder irgendwo im Internet veröffentlicht werden. Daher sollte sehr genau schriftlich festgelegt sein, wo der Fotograf die Bilder veröffentlichen darf (und ggf. noch anderweitig nutzt). Da kommt es einerseits auf den Vertrag und andererseits auf Ihr Vertrauen in den Fotografen an. Wenn der Fotograf TFP anbietet und angeblich die Bilder trotzdem nicht veröffentlicht will, ist Vorsicht geboten - da stehen dann eher zweifelhafte Eigeninteressen im Hintergrund.

Bei kommerzieller Nutzung durch den Fotografen muß in der Regel auch das Model bezahlt/beteiligt werden!

Oder doch lieber für die Bilder regulär bezahlen?

Bei einem "normalen" Fotoshooting, welches in der Regel zwischen 100 und 300 EUR kostet (zuzüglich der Kosten für Visagisten), bezahlen Sie für Ihre Fotos und haben damit auch die alleinigen Nutzungsrechte. Ihr Fotos bleiben dann privat und werden nirgendwo veröffentlich - allenfalls durch Sie selbst. Der Fotograf ist Ihr Dienstleister und hat dann in der Regel keine Rechte an den Fotos, da sie diese ihm mit dem Honorar abkaufen. Das ursprüngliche Urheberrecht bleibt natürlich beim Fotografen - er kann Ihnen aber die exklusiven Nutzungsrechte abtreten. Je nachdem, wie Sie Ihre Fotos nutzen möchten, kann das Honorar günstiger oder höher sein. So kosten nicht kommerzielle Rechte (z.B. Bewerbungsfotos) weniger als gewerbliche Nutzungsrechte (z.B. für Anzeigen oder Ihre Internetseite oder Businessportraits).

Natürlich gibt es auch Mischformen und sehr vielseitige vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sollten jedenfalls bei jedem Fotoshooting auf einen schriftlichen Vertrag bestehen und diesen auch immer sehr genau lesen. Ein Fotograf bietet Ihnen in meistens Fotoshootings aller Art und zu verschiedenen Konditionen an. TFP bieten die meisten professionellen Fotografen in bestimmten Ausnahmefällen und für spezielle eigene Projekte an. Manche Profis bieten TFP auch gar nicht an, da der Aufwand für gute Fotos beim Fotografen im Regelfall erheblich höher ist, als beim Model bzw. dem Kunden. Welche Konditionen für Sie ideal sind, können Sie vielleicht auf Basis dieses Artikels leichter entscheiden.

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