Artikel veröffentlichen Meistgelesene Artikel Bestbewertete Artikel Artikel abonnieren




Infos zum Artikel
Autor: Pokerfieber
Datum: 07.07.2011
Views: 1981
Bewertung
Unsere Leser bewerten diesen Artikel mit 5 von 5 Sternen
Bewertung des Artikels
Durchschnittlich 5 von 5
bei 6 Bewertung(en)

Glücksspiele und Geschicklichkeitsspiele

Es gibt reine Glücksspiele und reine Geschicklichkeitsspiele. Die grosse Mehrheit aller Spiele liegt aber irgendwo dazwischen. Aber schauen wir uns zuerst die zwei gegensätzlichen Formen an.

Reine Glücksspiele sind solche, bei denen man den Ausgang des Spiels durch seine Handlungen überhaupt nicht beeinflussen kann.

Typische Beispiele sind etwa Roulette oder Lotto. Bei beiden spielt rein der Zufall eine Rolle. Es bringt hier auch nichts, beispielsweise die zuletzt gezogenen Zahlen zu analysieren. Denn die Kugel erinnert sich nicht daran, wo sie früher gelandet ist. Hier gewinnt langfristig nur der Anbieter, also das Casino oder die Landeslotterie.

Reine Geschicklichkeitsspiele sind solche, bei denen der Ausgang des Spiels ausschliesslich von den eigenen Handlungen – und denen des Gegners – abhängt. Ein ganz typisches Beispiel ist Schach. Sie oder ich können ein Jahr lang jeden Tag fünf Partien gegen den Schach-Weltmeister spielen. Am Ende des Jahres würde man keine einzige Partie gewonnen haben.

Anders sieht es bei Geschicklichkeitsspielen aus, die nicht ausschliesslich vom eigenen Können abhängen. Gute Beispiele davon, die wohl jeder kennt, sind Schafkopf und Poker. Gerade beim Pokern können die Resultate stark schwanken, auch wenn man noch so gut spielt. Deswegen denken viele Leute fälschlicherweise, dass es sich dabei um ein Glücksspiel handelt. Dies vielleicht auch, weil es oft in Casinos gespielt wird. Poker ist aber eher ein Geschicklichkeitsspiel als ein Glücksspiel.

Um zu obigem Beispiel zurückzukehren: Wenn Sie täglich fünf Stunden lang gegen den Poker-Weltmeister spielen würden, dann wäre sicher, dass Sie nach einem Jahr eine beträchtliche Summe Geld verloren hätten. Anders als beim Schach wird es aber Tage geben, an denen Sie im Plus sind und der Poker Profi im Minus. Deswegen Poker als Glücksspiel zu bezeichnen, wäre aber falsch. Denn auf sehr lange Sicht hätten Sie – oder auch ich – gegen einen Spieler, der hauptberuflich Poker spielt, keine Chance, Geld zu verdienen.

Top 5 Meistgelesen







 

Top 5 Bestbewertet







 



Copyright © 2006-2018 - stgp.org  |  Impressum | Datenschutz