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Autor: Michael Kornobis
Datum: 29.03.2010
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Exkurs zur Lyrik - von der Epik zu Sprüchen

Als Lyrik bezeichnet man die dritte literarische Gattung neben der Epik und der Dramatik. Besser bekannt sind lyrische Werke unter dem, genau genommen nicht korrektem aber dennoch häufig genutzten Namen „Gedichte“. Im 21. Jahrhundert werden neben Gedichten auch Sprüche von allen Altersgruppen bevorzugt, welches eine neue Gattung darstellt.

Der Begriff Lyrik ist heute – anders als in der antiken Literatur – relativ unbestimmt. Generell versteht man unter Lyrik eine literarische Gattung, die man als singbare Dichtung verstehen kann. Dichter äußern Gedanken und Gefühle anhand eines lyrischen Subjektes, Parallelen zwischen Dichter und lyrischem Subjekt können dabei bestehen. Von allen literarischen Gattungen wird in der Lyrik die Beziehung zwischen Subjekt und Wirklichkeit am stärksten verallgemeinert.

Die Geschichte der deutschsprachigen Lyrik beginnt im 10. Jahrhundert mit kurzen Texten für den Gebrauch: mit dem Petruslied und den Merseburger Zaubersprüchen.
Von hier spannt sich ein weiter Bogen bis zur Gegenwart: über die hinreißenden und witzigen Liebessprüche des Hochmittelalters, oder über die Sonette, in denen beispielsweise Andreas Gryphius um eine Ordnung der Welt ringt. Später stießen Goethe, Hölderlin, Heine und Droste-Hülshoff hinzu, deren spektakuläre Ich-Aussprachen, prophetische Reden und ironische Scherze noch heute die Menschen begeistern. Ebenfalls wichtig für die deutsche Allgemeinbildung ist der aus Dänemark stammende Dichter Hans Christian Andersen. Dank seiner Werke „Das hässliche Entlein“, „Des Kaisers neue Kleider“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“ der wohl berühmteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks.

In Gedichten wird immer wieder um Selbstverständnis gerungen und nach einer Antwort auf die Frage, wie sich der einzelne Mensch in der ihn umgebenden Welt beschreiben und bestimmen kann, gesucht. So entstehen ganz verschiedene Gedichttypen und höchst unterschiedliche Rhythmen. Diese Formen sind kein Zufall, sondern stehen in einem Verhältnis zur historischen Situation, aus der sie hervorgehen, verkörpern eine Weltdeutung.

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