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Autor: Patrick Berger
Datum: 29.09.2009
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Reserverad oder Radmuldentank

Einiges kann man ja vom Reserverad sagen: es ist nie verkehrt, ja unabdingbar, eins mit sich zu führen, denn wenn man es braucht, wird man es vermutlich auch ernsthaft nötig brauchen. Man kann auch sagen, dass das Reserverad bei den meisten Fahrzeugen nie zum Einsatz kommen wird, eine Menge Gewicht beansprucht – und wenn man es braucht, ist es nicht nur für Unerfahrene, sondern mitunter auch für Profis eine Herausforderung. Verrostete Radmuttern, spezielle Schrauben an teuren Felgen und den dafür nötigen Schraubschlüssel nicht parat haben, oder unzureichend gewartetes Werkzeug erschweren den schnellen Radwechsel.

Die bessere Lösung, schneller und effizienter, scheint manchen daher das Pannenspray, welches in Neuwagen standardmäßig im Pannenset vorhanden ist. Die daraufhin leere Radmulde wirft jedoch die Frage auf, was man mit dieser Öffnung, die aufgrund ihrer Formgebung auch nicht besonders als erweiterter Kofferraum herhält, nun anstellen könnte.

Es bietet sich an auf die alternativen Energien zu setzen, gerade in Zeiten steigender Rohölpreise, und seinen Wagen auf Autogas umzurüsten. Dafür wird entweder ein Unterbodentank eingebaut, ein Tankbehälter im Kofferraum, oder eben unter dem Kofferraum ein Radmuldentank.

Radmuldentanks gibt es in diversen Fassungsgrößen, für gewöhnlich zwischen 30 und 90 Litern. Die maximal mögliche Größe des Tanks hängt dabei von der Größe der Radmulde ab. Bei einem bivalent genutzten Fahrzeug, das heißt sowohl mit Autogas als auch Benzin betrieben, bedeutet dies eine Verdoppelung der Reichweite. Dies kann je nach Umständen 1500 Kilometer mit gefüllten Tanks bedeuten, und ist somit auch von Vorteil in Gegenden, die eine marginal ausgebaute Gastankstelleninfrastruktur haben.

Da jedoch nur die Radmuldentanks mit Gas gefüllt sind und der Benzintank eines umgerüsteten Wagens weiterhin funktionstüchtig verbleibt, sollte die Reichweite kein allzu großes Problem darstellen. Plant man allerdings häufiger Reisen ins Ausland, wo die Tankstellendichte geringer wird, so ist anstelle eines Radmuldentanks eventuell ein größerer Ring- oder Zylindertank Unterflur oder im Kofferraum empfehlenswert – und dann kann auch das Reserverad wieder mitgeführt werden.
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