Artikel veröffentlichen Meistgelesene Artikel Bestbewertete Artikel Artikel abonnieren




Infos zum Artikel
Autor: Adrian Keller
Datum: 18.10.2013
Views: 1254
Bewertung
Bisher nicht bewertet
Bewertung des Artikels
Durchschnittlich 0 von 5
bei 0 Bewertung(en)

Open Source oder proprietäre Software?

Heutzutage steht man bei der Anschaffung von Software mittlerweile vor einer Entscheidung: kostenlos oder kostenpflichtig? Es ist noch gar nicht so lange her, da stand kostenlose bzw. frei einsetzbare Software gar nicht in so starker Konkurrenz zu kostenpflichtiger Software wie das jetzt der Fall ist. Damalige Freeware konnte meist in punkto Funktionsumfang und Stabilität bei weitem nicht mit lizenzpflichtigen Programmen mithalten. Aus diesem Grund bestand der Markt der Freeware auch vorrangig aus kleinen Programmen und Tools, nicht aus umfangreichen Softwarepaketen.

Dies hat sich mittlerweile dramatisch geändert. Open Source hat sich durchgesetzt und steht auch in direkter Konkurrenz zu kostenpflichtiger Software. "Schuld" ist die Community. Nicht selten kam oder kommt es noch vor, dass man ein Programm kauft, dann aber merkt, dass es einem überhaupt nicht zusagt. Nicht immer werden trial- oder Demoversionen zur Verfügung gestellt, so dass ausgiebig getestet werden kann. Daraus entsteht das Bedürfnis, Software zu besitzen, die vollständig den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Mittlerweile ist der beruf des Software-Entwicklers oder Programmierers kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Programmierung ist kein Hexenwerk, so dass viele sich diese Kunst als Hobby zu eigen machen. Andere verdienen hiermit auch ihre Brötchen, da Softwareentwicklung bzw. die IT eine stabile Branche ist, in der gutes Geld verdient werden kann. Da unsere Welt auch immer stärker von Technik geprägt ist, arbeitet jeder Softwareentwickler somit auch an der Gestaltung der technischen und gesellschaftlichen Zukunft mit.

Die Kombination aus dem Bedarf an nützlicher Software und der Expertise, diese auch zu entwickeln führte über kurz oder lang zum Boom der Open Source Software. Die Programme wurden immer umfangreicher, mittlerweile sind Warenwirtschaftssysteme, Online-Shops, Office-Distributionen und Betriebssysteme mit ansprechender GUI für lau zu haben. Längst programmiert auch nicht mehr nur eine Person an den Programmen, sondern es handelt sich um weltweite Zusammenschlüsse von Entwicklern, die alle an einem Projekt arbeiten.

Wer sich allerdings für Open Source entscheidet, sollte wissen, dass eine große Community, die an einem Programm entwickelt nicht immer nur Vorteile bieten muss. Oftmals schleichen sich durch diese großen Entwicklerteams, die alle an einem Projekt arbeiten auch Bugs ein, da Wechselwirkungen nicht bedacht wurden. Die Projekte können, nicht zuletzt durch die Wünsche der Anwender, auch manchmal so groß werden, dass der Überblick verloren wird.

Dass Open Source zwangsläufig kostenlos heißen muss, ist auch ein Trugschluss. Da Open Source mittlerweile sehr umfangreiche Software beherbergt, empfiehlt sich für viele Systeme (z.B. Warenwirtschaftssysteme, Online-Shops, Online-Portale, ..) spezielle IT-Agenturen zu beauftragen, die as System technisch aufsetzen, Anpassungen vornehmen und für den produktiven Betrieb vorbereiten können. Demgegenüber stehen typische Desktopanwendungen wie Libre Office, welche selbstverständlich schon so konzipiert sind, dass sie "out of the box" ohne Konfiguration verwendet werden können. Ein weiterer Nachteil von Open Source ist oftmals die Kompitibilität mit produktiver Bezahlsoftware. Typischstes Beispiel hierfür ist Microsoft Office, welches sich im Berufsalltag durchgesetzt hat. Libre Office ist bemüht, aber in den Exportformaten bei Weitem noch nicht 100% kompatibel zu Microsoft. Dass Linux-Programme unter Windows nicht laufen und umgekehrt muss nicht erwähnt werden (von Emulatoren einmal abgesehen).

Letztendlich liegt die Entscheidung, ob Open Source oder proprietär bei jedem selbst und den Anforderungen an das System. Im Serverbetrieb ist Linux mittlerweile gegenüber Windows die sinnvollere Wahl. Im desktopbetrieb hängt es von den persönlichen Vorlieben des Anwenders ab. Wer sich nicht scheut, auch einmal selbst Hand an ein System zu legen und Änderungen selbst durchzuführen, ist mit Open Source gut bedient. In der Regel sollte man für produktiven Betrieb (z.B. CRM, CMS, ERP oder Online-Shops) das Aufsetzen des Systems und die Wartung aber trotzdem durch versierte IT-Agenturen vornehmen lassen. Hierfür bieten sich nach dem Livegang Wartungsverträge an. Zusätzlich hat sich mittlerweile für die schmaleren Geldbeutel auch noch "Software as a Service" durchgesetzt. Hierbei fallen keine oder geringe Setup-Kosten an, und die Finanzierung erfolgt über Wartungsbudgets, Nutzungsentgelte nach tatsächlicher Nutzung oder Beteiligungen am Umsatz. Der große Nachteil ist, dass Verändeurngen am System nur in geringem Umgang möglich sind, bzw. dann wieder Kosten anfallen, die sich an normaler Softwareentwicklung orientieren.

Top 5 Meistgelesen







 

Top 5 Bestbewertet







 



Copyright © 2006-2018 - stgp.org  |  Impressum | Datenschutz