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Autor: Björn Stritzinger
Datum: 17.10.2013
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Gangrobotiksystem in Aschaffenburg

Die Mitarbeiter von Autonomie Ergotherapie und Neurorehabilitation in Aschaffenburg zählen zu den Pionieren auf dem Gebiet der robotergestützten Neurorehabilitation. Die neueste Anschaffung der ergotherapeutischen Praxis aus Aschaffenburg ist das 350.000 € teure Gangrobotiksystem G-EO Evolution der Schweizer Firma Rehatechnology.

Das vollrobotische System hilft betroffenen Patienten beispielsweise nach Schlaganfall, Schädelhirnverletzungen und Parkinson wieder das Laufen zu erlernen. Der Patient steht abgesichert durch einem Gurt auf zwei Fußplatten, die das Gehen simulieren. "Die dadurch entstehende Muskelaktivität der Beine entspricht der des natürlichen Gehens. Das Training regt den Kreislauf an, Muskulatur und Knochen werden durch die Belastung wieder angeregt", so Björn Stritzinger, Ergotherapeut und Geschäftsführer der Praxis Autonomie Ergotherapie und Neurorehabilitation in Aschaffenburg. "Durch die häufigen Wiederholungen der Schrittabfolgen von im Durchschnitt über 1000 Schritten pro Einheit ist nun eine sehr intensive Therapie möglich, bei der das Gehirn wieder das Laufen erlernen kann.

Mit dem ursprünglich an der Berliner Charite´ entwickelten Gangroboter G-EO ist jede beliebige Schrittlänge, Schritthöhe und der Winkel des Sprunggelenks einstellbar.
Im Alltag müssen jedoch auch Hindernisse, Steigungen und Gefälle bewältigt werden. "Mit unserem G-EO System können wir mit dem Patienten das Treppensteigen nach oben und unten wieder üben ohne das die Gefahr eines Sturzes droht", so Stritzinger. In die Software des Geräts wurden entsprechende Bewegungen von Gesunden implementiert. Je nach Lernfortschritt des Patienten wird die Führung durch die Maschine allmählich reduziert. "Das Ziel ist Eigenaktivität des patienten beim laufen zu erreichen", sagt Björn Stritzinger. Gedacht ist robotergestützte Gangtherapie etwa für Schlaganfallpatienten, Patienten mit teilweiser Querschnittslähmung oder nach Schädel-Hirn-Trauma.

Die Kombination des robotergestützten Gangtraining mit klassischer Physiotherapie und Ergotherapie gilt als unverzichtbar. Für den Einsatz von Gangrehabilitationssystemen gilt als wissenschaftlich gesichert, dass diese Kombination jede vierte Gehunfähigkeit bei Schlaganfallpatienten verhindert.

http://autonomie-ergotherapie.de/index.php/ganglabor.html.

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