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Autor: Tamara Hille
Datum: 16.04.2013
Views: 1058
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Teekultur aus dem Land des Drachens

Eine der bekanntesten und beliebtesten Methoden Tee zu genießen, ist die Zubereitung mit Grünem Tee. Dabei spricht man im Volksmund auch gern vom Grüntee. Bei schwarzen Tee oxidieren die Teeblätter, man bezeichnet diesen Vorgang als Fermentierung. Dies ist beim Grüntee nicht der Fall. Zu den am meisten verwendeten Teesorten für dieses Getränk zählen die Blätter von Camellia sinensis. Durch sie ergibt sich ein Unterschied in Geschmack und Wirkung zum schwarzen Tee.

Zuerst welken die frisch gepflückten Teeblätter. Danach werden sie kurz erhitzt, geröstet oder gedampft, was eine Oxidation der Teeblätter verhindert. Dieses Verfahren sorgt jedoch auch dafür, das alle Wirkstoffe, die im frischen Blatt enthalten waren und gerade dem Teekenner so gefallen, erhalten bleiben. So werden die unerwünschten Aromastoffe nicht gebildet. Analog zum schwarzen Tee werden die Teeblätter zur Erhaltung der Geschmeidigkeit gerollt. Einzig beim grünen Tee und dem verwendeten Herstellungsverfahren gelangen alle Inhaltsstoffe direkt in die Tasse des Teekenners.

Heimatland der Teepflanze ist das Land der aufgehenden Sonne. Bereits seit mehreren tausend Jahren wird in China die Teepflanze kultiviert. Bereits 600 Jahre vor Christus wurden dort mehrere unterschiedliche Varianten der Teeverarbeitung probiert und haben sich im Laufe der Menschheitsgeschichte etabliert. Schon damals wurden getrocknete Blätter zwischen Ziegeln und Steinen zu einem Pulver zermahlen und anschließend mittels heißem Wasser gebrüht. Das Wissen der Teezubereitung wurde schon ganz am Anfang der Teezubereitung von Mönchen nach Japan transportiert, wo es noch heute einen sehr hohen Stellenwert genießt. Das europäische Festland erreichte der Tee im Zuge der Kolonialisierung zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert und erfreut seit dieser Zeit Teekenner in allen Ländern.

Unter Teekennern ist der Tee besonders wegen seiner Inhaltsstoffe sehr beliebt. Besonders das sehr ausgeprägte Koffein macht ihm zu einem schonenden Kaffeeersatz am Morgen. Man sagt dem Grünen Heißgetränk besonders gesundheitsfördernde Wirkung nach. Dies wird vor allem dem Inhaltsstoff Catechin, trotz seines bitteren Geschmackas, zugeschrieben. Hauptgeschmacksträger eines jeden Grüntees sind die im Blatt vorhandenen Aminosäuren. Schon beim Wachstum der Pflanze wird deren Anteil durch eine Beschattung im Frühjahr gesteigert und somit die für den Teekenner wichtige Qualität des Grünen Tees erhöht. Der oft aufkeimende Vergleich zwischen Schwarzem und Grünem Tee geht oft zugunsten des grünen Heißgetränkes aus, da die in hoher Anzahl vorhandenen Gerbstoffe ihm seine eigene sanfte Note verleihen.

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