Artikel veröffentlichen Meistgelesene Artikel Bestbewertete Artikel Artikel abonnieren




Infos zum Artikel
Autor: Olaf Gunther
Datum: 24.06.2012
Views: 1759
Bewertung
Bisher nicht bewertet
Bewertung des Artikels
Durchschnittlich 0 von 5
bei 0 Bewertung(en)

Die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache

Als ich von meiner Lehrerin zuletzt ein paar Deutsch-Arbeitsblätter zur Bearbeitung mit nach Hause bekam, fragte ich mich wie denn eigentlich unsere Schriftsprache entstanden ist. Darum habe ich mal über die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache recherchiert und ich habe dazu diesen Text für alle interessierten geschrieben.

1517 schlug Martin Luther 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche Wittenberg. Auf der Burg Wartburg über Eisenach übersetzte Martin Luther das Alte und das Neue Testament, somit begründete er die neuhochdeutsche Schriftsprache. Er lebte dort bis zum Jahr 1522 unerkannt. Das Lateinische blieb ein mächtiger Konkurrent. Sie ist die Sprache der Wissenschaft, Philosophie, Theologie und Jurisprudenz. Bis ins 18. Jahrhundert war Deutsch die Sprache des gemeinen Volkes, und Gebildete verfeinerten ihre Reden entweder mit Lateinischen, Französischen oder Italienischen Redewendungen. Im 17. Jahrhundert entstand die so genannte Sprachgesellschaft. Man suchte deutsche Wörter für die Lehnwörter. Zum Beispiel Leichentopf für Urne, Jungfernzwinger für Nonnenkloster, Gesichtserker für Nase, Zitterweh für Fieber. Manche haben sich tatsächlich bewährt wie Anschrift oder Grundstein, Verfasser oder Briefwechsel. Professor Christian Thomasius hielt im Jahr 1687 erstmals eine Vorlesung in deutscher Sprache. Doch der berühmteste deutsche Fürst, der erst zwei Generationen später regierende König Friedrich II. von Preußen, konnte Zeit seines Lebens nicht richtig Deutsch sprechen und schreiben und musste es erst später erlernen. Der König, auch als Philosoph von Sanssouci, war ein bedeutender Schriftsteller, der kein Verständnis für die bereit blühende deutsche Literatur hatte. Dichter wie Gotthold Ephraim Lessing, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller machten die deutsche Sprache bei den Gebildeten populär und salonfähig. Um 1800 gründeten die Gebrüder Grimm die deutsche Sprachwissenschaft. Die Germanistik forscht in der Geschichte nach den Ursprüngen der deutschen Sprache und nach ihrer Entwicklung. Auch gaben sie das erste deutsche Wörterbuch heraus. Also kann man sagen, dass Martin Luther zwar der erste war, aber die Gebrüder Grimm die deutsche Schriftsprache erst zu richtiger Akzeptanz verhalfen.

Top 5 Meistgelesen







 

Top 5 Bestbewertet







 



Copyright © 2006-2018 - stgp.org  |  Impressum | Datenschutz