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Autor: Frank Meier
Datum: 15.03.2012
Views: 757
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Verstopfung - Stark unterschätzte Volkskrankheit

Von Verstopfung (Obstipation) spricht man, wenn der Patient weniger als dreimal die Woche Stuhlgang hat sowie für den Stuhlgang enormes Drücken zwingend ist. Die Darmentleerung wird als strapaziös empfunden und oftmals stellt das Krankheitszeichen Verstopfung eine außerordentliche Belastung für den Betroffenen dar. Damen sind schätzungsweise doppelt so häufig von Verstopfung betroffen wie Männer. An diesem Symptom leiden ab einem Alter von 60 Jahren in etwa 20-30 Prozent der Leute.

Charakteristische Merkmale für Verstopfung sind ein ständiges Völlegefühl wie auch ein aufgeblähter Bauch. Nach dem Stuhlgang, bei dem des Öfteren bloß kleine Mengen an Kot ausgeschieden werden, fühlt sich der Betroffene oftmals keinesfalls komplett entleert. Andere Symptome wie Kopfschmerz, Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit wie auch Abgeschlagenheit können begleitend auftreten. Die Verstopfung kann dem Patienten "auf die Laune schlagen", zahlreiche Betroffene fühlen sich im Allgemeinen unpässlich und sind weniger aktiv.

Die Ursachen sind unterschiedlich. Die häufigsten Gründe für eine Verstopfung sind ballaststoffarme Ernährungsweise, zu wenig Flüssigkeit des Weiteren zu wenig Bewegung oder Stress. Nicht zuletzt das Reizdarmsyndrom kann dahinter stecken, wobei bei diesem Syndrom zumeist ein Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall auftritt. Auf Reisen kommt es bei vielen Personen zu Verstopfung, die allerdings vorübergehend ist. Sie kann genauso bei Krankheit, Bettlägerigkeit oder Fieber aufkommen.

Mögliche Ursachen sind darüber hinaus Medikamente wie z.B. Antidepressiva, Psychopharmaka sowie Codein oder eine Elektrolytstörung. Hierbei herrscht z.B. ein Defizit an Kalium oder ein Überschuss an Kalzium. Eine Erkrankung wie Zuckerkrankheit, Parkinsonkrankheit und hormonelle Erkrankungen wie eine Schilddrüsenhormonmangel oder ein Schwangerschaftsdiabetes vermögen ebenfalls Grund einer Darmträgheit sein. Organische Darmerkrankungen wie Darmpolypen, -ausstülpungen, -krebs oder Morbus Crohn vermögen mit Verstopfung einhergehen.

Je nach Ursache unterscheidet sich die Therapie der Darmträgheit. Ist die Ernährungsweise des Betroffenen ursächlich, sollte die Flüssigkeitszufuhr erhöht und auf ballaststoffreichere Kost geachtet werden. Auch regelmäßige Bewegung bringt die Verdauung in Schwung. Helfen kann des Weiteren eine leichte Bauchmassage, ein Glas Selterswasser oder Fruchtsaft auf nüchternen Magen oder der Verzehr von Trockenobst.

Quellmittel wie Leinsamen oder Flohsamenschalen können bei häufigerem Auftreten unterstützend sein. Solche werden mit viel Wasser verzehrt und quellen im Darm doll auf, so dass Druck auf die Darmwand entsteht und die Verdauung angeregt wird. So kann mit diesen Mitteln eine längerfristige Regelung der Darmtätigkeit stattfinden. Abführmittel sollten einzig im Notfall genommen werden.

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